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Archiv für April 2008

H3E – Hot Head Hares Ear

Verfasst von Flyblogger am 30. April, 2008

Der Name deutet es schon an, die Hot Head Hares Ear ist dem Original sehr ähnlich, aber eben noch etwas getuned.

Material:
Haken: Partridge Klinkhamer #12 – 16
Bindfaden: 6/0 schwarz und rot
Abdomen: Unterfell vom Hasen
Thorax: goldene Tungstenperlen passenden Durchmessers und Hasengranen
Flügelscheide: schwarzes Raffia
Rippung: mittlerer Golddraht
Schwänzchen: Hasenfell

Schritt für Schritt:
1. Perle aufziehen, Haken einspannen und die Perle mit Sekundenkleber ein paar mm vor dem Öhr sichern
2. Grundwicklung in schwarz legen, als Schänzchen ein paar Hasengranen und danach den Rippungsdraht einbinden
3. Das Abdomen aus Unterfell vom Hasen formen und rippen.
4. Die Flügelscheide einbinden und davor einen etwas struppigeren Thorax aus Hasengranen bilden.
5. Kopfknoten bilden, lackieren, abschneiden
6. Vor der Perle den roten Faden anwinden und wieder ein paar Hasengranen um den Faden spinnen und vor der Perle für einen schönen Thorax auftragen.
7. Flügelscheide nach vorne klappen, abbinden, abschneiden und einen schönes Köpfchen formen.
8. Kopfknoten bilden, lackieren, fertig!

Kommentar:

Der aufgemotzte Klassiker, die Hares Ear. Der rote Kopf dient als Spot der sonst eher natürlichen Nymphe. Die schwarze Flügelscheide sorgt für starken Kontrast. Manchmal machen genau diese kleinen Unterschiede den großen Unterschied im Form des Fangs! Wer will kann natürlich auch Fasanenstoßfiebern für die Flügelscheide verwenden, aber ich tendiere zum Raffia, da es sich einfacher verarbeiten lässt.

Ich verwende für dieses Muster Klinkhamerhaken von Partridge, diese fallen sehr groß aus! Im Prinzip tut es jeder Haken mit leicht gekrümmtem Schenkel. Was die Größe angeht, so haben die 12er Haken von Partridge haben eine Gesamtlänge von 20mm, also keine Angst vor großen Fliegen.

Viel Spaß beim Binden und Petri Heil!

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Pink Grayling Bomber

Verfasst von Flyblogger am 23. April, 2008

Die Überschrift kann man wörtlich nehmen, die Pink Grayling Bomb schlägt ein wie eine Bombe.

Material:
Haken: Partridge Authentic Czech Nymph #12
Bindfaden: 6/0 schwarz
Abdomen: pinkes Dubbing mittelgrober Struktur
Thorax: zwei goldene Tungstenperlen mit 4,6mm Durchmesser, darüber Epoxy
Beschwerung: Softtungsten unter dem Abdomen sowie der Thorax
Rippung: Mono
Rückenpanzer: Magic Shrimp Foil

Schritt für Schritt:
1. Perlen aufziehen, Haken einspannen und die Perlen mit Sekundenkleber sichern
2. Grundwicklung legen, hinten ein Stück Mono sowie ein paar cm Magic Shrimp Foil einbinden
3. Den Unterkörper aus Softtungsten (ich verwende die „Matte“ von Veniard, gibt es z.B. bei RK-Flyfishing)formen.
4. Das Abdomen aus pinkem Dubbing formen.
5. Folie nach vorne klappen, abbinden, rippen.
6. Kopfknoten legen, lackieren.
7. Wenn der Lack trocken ist etwas 5 Minuten Epoxy anrühren und damit die Kopfperlen bestreichen, fertig!

Kommentar:

Das diese Fliege einschlägt wie eine Bombe dürfte klar sein, damit eignet sie sich hervorragend für das Czech Nymphing, vor allem in tiefem Wasser, Kontakt zu halten fällt mit dieser Nymphe recht leicht! Rosa ist ja bekannt dafür, dass es ein Äschenmagnet ist, Goldkopfnymphen stehen in einem ähnlichen Ruf – warum also nicht beides für tiefes Wasser kombinieren? Ein Wurfgenuss ist das natürlich nichts, aber lohnt es sich nicht, sich für eine der großen Grundäschen beim Werfen etwas zu quälen?

Tigth Lines und viel Spaß beim Binden!

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Easy Sight Parachute

Verfasst von Flyblogger am 20. April, 2008

Heute gibts als Update eine Parachutefliege, durch ihre Wasserlage immer einen Versuch wert.

Material:
Haken: Partridge SLD # 12 bis #20
Bindfaden: 6/0 weiß
Schwanz: braune Microfibets
Körper: Unterfell vom Hasen
Hechel: braune Hahnenhechel
Parachutestamm: oranges Polypropylenegarn

Schritt für Schritt:
1. Haken einspannen und ausrichten
2. Grundwicklung legen, Schwänzchen und Parachutestamm einbinden
3. Einen sparsamen Körper aus Hasenunterwolle bis zum Stamm bilden
4. Die Hechel direkt am Stamm einbinden und um den Stamm den Hechelkranz legen
5. Die Hechel direkt am Stamm abbinden und noch mit etwas Hasenunterwolle den restlichen Körper bis zum Öhr bilden
6. Dort einen Abschlussknoten bzw. ein paar halbe Schläge machen, lackieren, fertig!

Kommentar:

Parachutefliegen haben den Vorteil, dass sie durch ihre horizontale Hechel immer perfekt auf dem Wasser landen. Außerdem liegen sie damit tiefer im Oberflächenfilm, was realistischer wirkt und viele Bisse provoziert. Der orange Stamm hat einzig und allein den nutzen, dass die Fliege auch auf größere Entfernung oder bei schlechter Sicht noch eindeutig zu erkennen ist.

Viel Spaß beim Binden und Petri Heil!

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Super Pupa

Verfasst von Flyblogger am 13. April, 2008

Im 20. Beitrag gibt es jetzt mal wieder einen Klassiker, die Super Pupa.

Material:
Haken: Hayabusa Fly 572 # 12 bis #20
Bindfaden: 6/0 weiß
Abdomen: gelbes Polycelon
Thorax: braunes Polycelon
Hechel: braune Hahnenhechel

Schritt für Schritt:
1. Widerhaken andrücken, Haken einspannen
2. Grundwicklung legen, die Hechel und das gelbe Polycelon hinten einbinden
3. Abdomen bis ca. 1/4 vor dem Öhr winden, dann mit braunem Polycelon fortsetzen
4. Die Hechel nach vorne winden
5. Abbinden, Abschlussknoten bzw. ein paar halbe Schläge machen, lackieren, fertig!

Kommentar:

Die Super Pupa kommt aus dem hohen Norden und ist ein absoluter Äschenkiller, sie wird oft als Suchfliege benutzt. Besonders gut fängt sie bei einem Schlupf von Köcherfliegen, manchmal kann es deshalb ratsam sein, die Farbgebung der Fliege etwas zu varieren, wie immer beim Fliegenbinden halt ;-)

Viel Spaß beim Binden und Petri Heil!

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Brotfliege

Verfasst von Flyblogger am 12. April, 2008

Die Brotfliege funktioniert überall dort, wo Fische von Menschen gefüttert werden.

Material:
Haken: Hayabusa Fly 761 #6
Bindfaden: 6/0 schwarz
Körper: Rehhaar

Schritt für Schritt:
1. Widerhaken andrücken, Haken einspannen, eine saubere Grundwicklung legen
2. Hinten ein Büschel Rehhaar einbinden, so dass es sich gut aufstellt
3. Das Rehhaar zurück streifen und ein neues Büschel einbinden, so fortfahren bis kurz vors Öhr
4. Kopfknoten machen, lackieren, Garn abschneiden und dann die Fliege zuschneiden, fertig!

Kommentar:

Die Brotfliege funktioniert ganz besonders gut an Seen, an denen Enten regelmäßig mit Brot gefüttert werden. Karpfen schlürfen sie meisten bedenkenlos von der Oberfläche. In Flußabschnitten, die durch Städte laufen, kann diese Fliege brutale Bisse provozieren, manchmal schießen die Forellen in ganzer Länge aus dem Wasser! Brotfliegen verwende ich eigentlich nur, wenn mit der Nymphe bzw. einer normalen Trockenen nichts zu holen ist, aber bisher hat sie mich als letzte Rettung fast nie enttäuscht.

Petri Heil und viel Spaß beim Nachbinden!

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